Problemstellung: Bei gehärteten Bauteilen bohrt man normalerweise mit Vollhartmetall-Werkzeugen. Häufig wird bei sehr harten Bauteilen auch erodiert. Was macht man aber, wenn keine entsprechenden Werkzeuge oder Maschinen zur Verfügung stehen? Oder wenn sich eine Neuanschaffung nicht lohnt?
Lösung: Mit einem normalen Steinbohrer mit negativem Schnittwinkel und etwas Fingerspitzengefühl können ganz brauchbare Löcher gebohrt werden.
Die Drehzahl muss im Vergleich zu Baustahl erhöht werden. Als Anhaltspunkt diene: Für Durchmesser 8 mm mit 1200 U/min, entspricht vc = 30 m/min.
Beachte: Beim Durchbruch muss sehr vorsichtig gedrückt werden, damit die Hartmetallplatten des Bohrers nicht abbrechen.
Wird mit Kühlwasser ausreichend gekühlt, entstehen kleine, gleichmässige Späne.