Archiv für die Kategorie ‘5. Reparaturen’

Schleifscheibe Risskontrolle

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Schleifscheiben sind wegen ihren hohen Drehzahlen grossen Fliehkräften ausgesetzt. Risse in der Schleifscheibe können fatale Folgen nach sich ziehen.

Lösung: Die Schleifscheibe (ohne Aufspannvorrichtungen für „Konen“ oder dergleichen) wird auf einem Holzstock gehalten. Mit einem Schraubendreher wird die Scheibe sachte angeschlagen. Klingt die Scheibe hell und klar, ist sie in Ordnung. Bei dumpfen, tiefen oder fehlenden Klängen ist Vorsicht angesagt.

Beachte: Diese Methode beschränkt sich auf Scheibentypen mit grossem Scheibenvolumen. Manche Scheiben können nicht vom Halter demontiert werden, was die oben beschriebene Kontrolle verunmöglicht.

Druckluftöler einstellen

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Druckluftbetriebene Aktoren und Steuerkomponenten älteren Semesters benötigen für den reibungslosen Betrieb oftmals Öl, welches direkt über die Druckluft zugeführt wird. Ein sog. Druckluftöler, meist in der Nähe der Wartungseinheit, besorgt die Arbeit.

Im Auslieferungszustand sind die Öler häufig ganz aufgedreht oder zugedreht. Beides ist für den dauerhaften Betrieb ungünstig.

Lösung: Zur Bestimmung der optimalen Ölmenge kann bei den Einstellarbeiten ein Blatt Papier in den Luftstrom gehalten werden. Der Öler soll nur so lange aufgeschraubt werden, so dass das Blatt nicht “nass” wird. Sind am Blatt Ölrückstände zu sehen, ist der Öler zu weit geöffnet.

Beachte: Am Öler sind in der Regel die Öltropfen zu sehen, welche zerstäubt werden. Somit kann ein unbeabsichtigter Betrieb mit ungeölter Luft erkannt werden.

Moderne Pneumatik-Komponenten (mit Ausnahme von einigen Druckluftmotoren wie Schleifer etc.) arbeiten immer mit ölfreier Druckluft und dürfen nicht mit Öl betrieben werden. Bei Unklarheiten ist der jeweilige Hersteller zu kontaktieren.

Bohrerpflege

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Die Spannfutter von Bohrmaschinen scheinen manche Bohrer sehr zu mögen. Sie fressen sich wortwörtlich an ihnen fest. Bei manchen Bohrern entstehen dadurch richtige Puckel von abgeschabtem Material an der Spannstelle und eine tiefe, ringförmige Furche am Umfang. Bei erneutem Einspannen verschlechtern diese Beschädigungen die Spannkraft und den Rundlauf des Werkzeugs.

Lösung: Die Puckel müssen weg. Da die Rillen im Durchmesser kleiner sind als die Puckel, müssen nur die Puckel abgeschliffen werden. Am besten hält man den Bohrer mit dem Puckel schräg an die Ecke der Schleifscheibe, damit an Stelle des Puckels eine kleine Vertiefung entsteht. Diese Vertiefung steht keinem Rundlauf mehr im Weg.

Beachte: Manch einer neigt dazu, den ganzen Bohrerschaft an die Schleifscheibe zu halten, wodurch eine Fläche über die ganze Länge, oder ein halbrunder, kerbförmiger Ring entsteht. Beides ist jedoch zu viel des Guten und kann den Rundlauf beeinträchtigen.

Schweissnahtende an Kante

Montag, 05. Oktober 2009

Problemstellung: Bei vielen Schweissverfahren entsteht bei Kanten, über welche die Schweissnaht verläuft, der sogenannte Einbrand: Die Schweissnaht verläuft nicht bis ganz an die Kante, was zu verkleinertem Bauteilquerschnitt und Kerbwirkung führt.

Lösung: Wird beim Schweissen ein Blech an die Kante gehalten und die Naht bis über das Zusatzblech fortgeführt, lässt sich die Naht bis zur Wurzel durchgehend verschweissen.

Schweisskanten

Das Zusatzblech wird anschliessend von Hand oder mit einem Hammer abgebrochen und die Naht kann sauber verschliffen werden.

Lagerinnenring ausbauen (Nabe)

Mittwoch, 17. Juni 2009

Problemstellung: Wie können festsitzende Laufringe aus der Radnabe (z.B. bei einem Lastwagen) entfernt werden? Wie geschieht dies, wenn keine Kante oder kein Rand vorhanden ist, um mit einem Durchschlag anzusetzen? Wie entfernt man den Laufring einfach mühelos?

Lösung: Eine Schutzgas-Schweissanlage schafft Abhilfe (Elektroden-Schweissanlage geht auch)!

An der Schweissanlage wird ein hoher Strom eingestellt. Auf ca. einem Drittel des Laufringumfanges legt man eine dicke Schweissnaht an. Der Stahl des Laufrings dehnt sich erst durch den Wärmeeinfluss aus, zieht sich aber nach kurzer Abkühlzeit durch den Materialauftrag deutlich mehr zusammen. Nach kurzer Auskühlzeit verliert der Laufring die Spannung für einen festen Sitz und kann mühelos entfernt werden.