Archiv für die Kategorie ‘1. Handarbeit’

Abziehbilder aufbringen

Samstag, 04. September 2010

Problemstellung: Zur Dokumentation oder Dekorierung werden oft Abziehbilder oder Aufkleber verwendet. Je grösser der Aufkleber und je “haftbarer” die Klebeoberfläche ist, umso schwieriger ist das Falten- und Luftblasenfreie Aufkleben.

Lösung: Die Klebestelle wird mit Wasser mit wenig Seifenanteil eingestrichen. Der Aufkleber kann nun aufgelegt und ausgerichtet werden. Anschliessend wird von innen nach aussen das Seifenwasser unter dem Aufkleber herausgestrichen. Durch den Seifenanteil wird die Klebewirkung etwas reduziert, dies hat aber selten einen Einfluss auf die Funktion.

Hinweis: Dieses Vorgehen erlaubt auch das Aufbringen von Aufklebern auf gewölbte Flächen. Der Seifenanteil begünstigt zudem das alfällige Entfernen der Aufkleber.

Messen mit Mikrometer

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Zum Messen mit dem Mikrometer wird oft ein Werkstückhalter, ein Messwerkzeughalter oder mindestens ein Tisch benötigt. Aber rasch im Stehen etwas messen, gestaltet sich schwierig.

Lösung: Man nimmt den Mikrometer in die rechte Hand und hält die Messschraube mit Daumen und Zeigefinger. Die Messzange kommt somit unterhalb des kleinen Fingers in der Handfläche zu liegen und die Anzeige/Skala ist gut ablesbar. Mit der linken Hand wird nun das Werkstück zwischen die Messflächen gehalten und mit der rechten Hand die Messung vorgenommen. Der Vorgang benötigt etwas Übung und grosse Hände.

Beachte: Es können nur Werkstücke mit einem einhändig tragbarem Gewicht vermessen werden. Zudem benötigen Linkshändler einen entsprechenden Linkshänder-Mikrometer, da sonst die Anzeige/Skala nicht abgelesen werden kann.

Schleifscheibe Risskontrolle

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Schleifscheiben sind wegen ihren hohen Drehzahlen grossen Fliehkräften ausgesetzt. Risse in der Schleifscheibe können fatale Folgen nach sich ziehen.

Lösung: Die Schleifscheibe (ohne Aufspannvorrichtungen für „Konen“ oder dergleichen) wird auf einem Holzstock gehalten. Mit einem Schraubendreher wird die Scheibe sachte angeschlagen. Klingt die Scheibe hell und klar, ist sie in Ordnung. Bei dumpfen, tiefen oder fehlenden Klängen ist Vorsicht angesagt.

Beachte: Diese Methode beschränkt sich auf Scheibentypen mit grossem Scheibenvolumen. Manche Scheiben können nicht vom Halter demontiert werden, was die oben beschriebene Kontrolle verunmöglicht.

Bohrerpflege

Mittwoch, 09. Juni 2010

Problemstellung: Die Spannfutter von Bohrmaschinen scheinen manche Bohrer sehr zu mögen. Sie fressen sich wortwörtlich an ihnen fest. Bei manchen Bohrern entstehen dadurch richtige Puckel von abgeschabtem Material an der Spannstelle und eine tiefe, ringförmige Furche am Umfang. Bei erneutem Einspannen verschlechtern diese Beschädigungen die Spannkraft und den Rundlauf des Werkzeugs.

Lösung: Die Puckel müssen weg. Da die Rillen im Durchmesser kleiner sind als die Puckel, müssen nur die Puckel abgeschliffen werden. Am besten hält man den Bohrer mit dem Puckel schräg an die Ecke der Schleifscheibe, damit an Stelle des Puckels eine kleine Vertiefung entsteht. Diese Vertiefung steht keinem Rundlauf mehr im Weg.

Beachte: Manch einer neigt dazu, den ganzen Bohrerschaft an die Schleifscheibe zu halten, wodurch eine Fläche über die ganze Länge, oder ein halbrunder, kerbförmiger Ring entsteht. Beides ist jedoch zu viel des Guten und kann den Rundlauf beeinträchtigen.

Schweissnahtende an Kante

Montag, 05. Oktober 2009

Problemstellung: Bei vielen Schweissverfahren entsteht bei Kanten, über welche die Schweissnaht verläuft, der sogenannte Einbrand: Die Schweissnaht verläuft nicht bis ganz an die Kante, was zu verkleinertem Bauteilquerschnitt und Kerbwirkung führt.

Lösung: Wird beim Schweissen ein Blech an die Kante gehalten und die Naht bis über das Zusatzblech fortgeführt, lässt sich die Naht bis zur Wurzel durchgehend verschweissen.

Schweisskanten

Das Zusatzblech wird anschliessend von Hand oder mit einem Hammer abgebrochen und die Naht kann sauber verschliffen werden.