Archiv für die Kategorie ‘3. Fräsvorgehen’

Zentrierbohrerspitze ausbohren

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Der Zentrierbohrer ist stumpf, das Material ist zäh und schon bestätigt ein Knacken und Knirschen, dass die Spitze abgebrochen ist. Oft ist aber kein Hartmetall-Werkzeug zur Hand, mit welchem die Spitze ausgebohrt werden könnte.

Lösung: Mit dem Rest des Zentrierbohrers kann prima ein Ausbohrwerkzeug erstellt werden. Dazu wird die eine Hälfte des Zentrierbohrers, inklusive des Durchmessers der ehemaligen Spitze, in einer Stufe ausgeschliffen. Es muss beachtet werden, dass die verbleibende Kante eine noch funktionstüchtige Schneide darstellt und die Schleiffläche leicht freigeschliffen ist.

zentrierbohrer-geschliffen

Nun kann mit dem entstandenen Stichel neben der steckengebliebenen Bohrerspitze eingestochen werden, bis der Zapfen mitsamt der Spitze herausgebrochen ist.

Dabei entsteht zwar ein relativ grosses Loch. Je nach Werkstück wird danach ausgedreht. Manchmal kann das Loch weiter so belassen werden, da die Funktionalität weiterhin gegeben ist.

Das Werkzeug kann selbstverständlich mehrmals gebraucht werden.

Ausmessen einer Schwalbenschwanzführung

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wer eine Schwalbenschwanzführung fräst, steht vor dem Problem, dass die Führung nur sehr umständlich ausgemessen werden kann. Im Gegensatz zur Frästiefe, kann die Breite der Führung bloss an den Ecken gemessen werden. Das führt zu erheblichen Messfehlern.

Lösung: Abhilfe schaffen hier zwei geschliffene Wellen. Sie werden beidseitig in die Führung gelegt. Die Wellen müssen so gross sein, dass deren Mantelfläche die Ecken der Führungen überragen. Anschliessend kann die Breite gemessen werden.

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Wird das Mass vom Kamm auf die Nut übertragen, müssen nur noch die beiden Wellendurchmesser und die gewünschte Toleranz abgezählt werden.

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Sitz herstellen ohne Digitalanzeige

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wie stellt man auf einer Werkzeugmaschine (Fräse oder Drehbank) ein genaues Bauteil her, wenn die geforderte Genauigkeit die Teilung des Nonius übersteigt?

Lösung: Am Schlitten der Werkzeugmaschine wird eine Messuhr angebracht.

Beachte: Der Wert der Messuhr kann jedoch nur als Vergleichswert betrachtet werden. Der Messwert kann von der tatsächlichen Schlittenbewegung abweichen. Zudem muss beachtet werden, dass die Messuhr einen beschränkten Messbereich aufweist. Somit kann bei angestellter Messuhr der Schlitten nur noch minimal verfahren werden.