Archiv für die Kategorie ‘2. Aufspannen’

Gewindestange einspannen

Mittwoch, 03. Juni 2009

Problemstellung: Oftmals wäre es hilfreich, wenn man eine Gewindestange einfach in den Schraubstock einspannen könnte. Mit weichen Schraubstockbacken (aus Aluminium oder Messing) gelingt dies bereits recht gut, doch auch da ist die Druckkraft begrenzt, bevor das Gewindeprofil verletzt wird.

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Lösung: Eine bewährte Methode ist das Einspannen mit einer einseitig geschlitzten Mutter.

Ob der Schlitz gefräst oder gesägt ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Schlitz durchgehend ist.

Die Mutter wird einfach auf die Gewindestange aufgeschraubt und über zwei ebene Flächen des Sechskantes in den Schraubstock gespannt. Jetzt ist nur noch entscheidend, dass die Backen nicht auf den Schlitz der Mutter zu liegen kommen. Sonst überträgt die Mutter keine Spannkraft auf die Gewindestange.

Nullpunkt abnehmen mittels Messuhr

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wie lässt sich mit einer Messuhr den Nullpunkt abnehmen, wenn man eine Fräse mit Digitalanzeige und eine Fühlhebelmessuhr hat?

Lösung: Die Fühlhebelmessuhr wird in ein Bohrfutter eingespannt und mit einem von Hand drehbaren Gang in die Bohr-/Frässpindel eingespannt.

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Anschliessend wird die erste Seite angefahren und durch Drehen am Futter (roter Pfeil) die Senkrechte zum Bauteil (höchster Ausschlag der Messuhr) gesucht. Dann sind die Messuhr, sowie die Digitalanzeige auf Null gestellt.

Auf der zweiten Seite wird mit der Messuhr mit derselben Methode auf Null gefahren.

Nun kann der Wert auf der Digitalanzeige durch zwei geteilt werden und wir haben den Mittelpunkt des Bauteiles.

Nullpunkt an Kreis abnehmen

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Oft muss auf einer Fräse oder einer Bohrmaschine der Nullpunkt an einem runden Objekt (Zapfen, Bohrung, Teilapparat vertikal ausrichten usw.) erfasst werden.

Lösung: Dazu stellt man bei einer Fühlhebelmessuhr den ungefähren Durchmesser ein und fährt so auf Position, dass sich beim Drehen der Messuhr (von Hand!) der Zeiger nicht mehr bewegt.

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Beachte: Dieses „Grundverfahren“ kann in komplexen Aufgaben ganz unterschiedlich angewendet werden (siehe: Bauteil verschieben).

Kunststoffteil spannen

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wird ein Kunststoffteil mit glatter Oberfläche in einen Schraubstock mit glatten Backen eingespannt, kann sich dieses beim Fräsen plötzlich verselbständigen.

Lösung: Ein Stück Polierpapier wird zwischen die Backen und das Bauteil gespannt. So wird einerseits das Bauteil gesichert und gleichzeitig die Oberfläche geschont.

Ausrichten von langen Bauteilen

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Manchmal müssen Bauteile bearbeitet werden, welche länger sind als der maximale Verfahrweg der Werkzeugmaschine.

 Lösung: Um beim zweiten Bearbeitungsvorgang die Position des ersten Bearbeitungsvorgang sicherzustellen, kann am Ende des Verfahrweges eine Kreistasche (oder eine geriebene Bohrung) angebracht werden (siehe: Bild 1).

 

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1. Aufspannung

 

Anschliessend kann das Bauteil auf dem Aufspanntisch verschoben werden und mithilfe einer Messuhr den Nullpunkt in der Bohrung genommen werden (siehe: Bild 2) (siehe: Nullpunkt abnehmen an Kreis).

 

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2. Aufspannung

 

Beachte: Durch die Kreistasche darf für das Bauteil keine Funktions- einschränkung entstehen.

Natürlich muss das Bauteil nach dem Verschieben ebenso ausgerichtet werden, wie es bei der ersten Aufspannung erfolgt ist (z.B. mit geschliffenen Unterlagen in den T-Nuten, Messuhr, usw.).