Problemstellung: Der Zentrierbohrer ist stumpf, das Material ist zäh und schon bestätigt ein Knacken und Knirschen, dass die Spitze abgebrochen ist. Oft ist aber kein Hartmetall-Werkzeug zur Hand, mit welchem die Spitze ausgebohrt werden könnte.
Lösung: Mit dem Rest des Zentrierbohrers kann prima ein Ausbohrwerkzeug erstellt werden. Dazu wird die eine Hälfte des Zentrierbohrers, inklusive des Durchmessers der ehemaligen Spitze, in einer Stufe ausgeschliffen. Es muss beachtet werden, dass die verbleibende Kante eine noch funktionstüchtige Schneide darstellt und die Schleiffläche leicht freigeschliffen ist.

Nun kann mit dem entstandenen Stichel neben der steckengebliebenen Bohrerspitze eingestochen werden, bis der Zapfen mitsamt der Spitze herausgebrochen ist.
Dabei entsteht zwar ein relativ grosses Loch. Je nach Werkstück wird danach ausgedreht. Manchmal kann das Loch weiter so belassen werden, da die Funktionalität weiterhin gegeben ist.
Das Werkzeug kann selbstverständlich mehrmals gebraucht werden.