Archiv für die Kategorie ‘2. Fräsen’

Acrylglas fräsen

Freitag, 05. Februar 2010

Problemstellung: Beim Fräsen diverser Acrylgläser (Plexiglas etc.) entsteht durch die Bearbeitung eine matte, undurchsichtige Oberfläche.

Lösung: Anstelle von Kühlwasser wird Seifenwasser verwendet. Mit einem entsprechenden Schlichtfräser bleibt die Oberfläche durchsichtig und klar.

Gewindestange einspannen

Mittwoch, 03. Juni 2009

Problemstellung: Oftmals wäre es hilfreich, wenn man eine Gewindestange einfach in den Schraubstock einspannen könnte. Mit weichen Schraubstockbacken (aus Aluminium oder Messing) gelingt dies bereits recht gut, doch auch da ist die Druckkraft begrenzt, bevor das Gewindeprofil verletzt wird.

mutter-schlitz

Lösung: Eine bewährte Methode ist das Einspannen mit einer einseitig geschlitzten Mutter.

Ob der Schlitz gefräst oder gesägt ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Schlitz durchgehend ist.

Die Mutter wird einfach auf die Gewindestange aufgeschraubt und über zwei ebene Flächen des Sechskantes in den Schraubstock gespannt. Jetzt ist nur noch entscheidend, dass die Backen nicht auf den Schlitz der Mutter zu liegen kommen. Sonst überträgt die Mutter keine Spannkraft auf die Gewindestange.

Nullpunkt abnehmen mittels Messuhr

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wie lässt sich mit einer Messuhr den Nullpunkt abnehmen, wenn man eine Fräse mit Digitalanzeige und eine Fühlhebelmessuhr hat?

Lösung: Die Fühlhebelmessuhr wird in ein Bohrfutter eingespannt und mit einem von Hand drehbaren Gang in die Bohr-/Frässpindel eingespannt.

ausrichten-messuhr

Anschliessend wird die erste Seite angefahren und durch Drehen am Futter (roter Pfeil) die Senkrechte zum Bauteil (höchster Ausschlag der Messuhr) gesucht. Dann sind die Messuhr, sowie die Digitalanzeige auf Null gestellt.

Auf der zweiten Seite wird mit der Messuhr mit derselben Methode auf Null gefahren.

Nun kann der Wert auf der Digitalanzeige durch zwei geteilt werden und wir haben den Mittelpunkt des Bauteiles.

Zentrierbohrerspitze ausbohren

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Der Zentrierbohrer ist stumpf, das Material ist zäh und schon bestätigt ein Knacken und Knirschen, dass die Spitze abgebrochen ist. Oft ist aber kein Hartmetall-Werkzeug zur Hand, mit welchem die Spitze ausgebohrt werden könnte.

Lösung: Mit dem Rest des Zentrierbohrers kann prima ein Ausbohrwerkzeug erstellt werden. Dazu wird die eine Hälfte des Zentrierbohrers, inklusive des Durchmessers der ehemaligen Spitze, in einer Stufe ausgeschliffen. Es muss beachtet werden, dass die verbleibende Kante eine noch funktionstüchtige Schneide darstellt und die Schleiffläche leicht freigeschliffen ist.

zentrierbohrer-geschliffen

Nun kann mit dem entstandenen Stichel neben der steckengebliebenen Bohrerspitze eingestochen werden, bis der Zapfen mitsamt der Spitze herausgebrochen ist.

Dabei entsteht zwar ein relativ grosses Loch. Je nach Werkstück wird danach ausgedreht. Manchmal kann das Loch weiter so belassen werden, da die Funktionalität weiterhin gegeben ist.

Das Werkzeug kann selbstverständlich mehrmals gebraucht werden.

Ausmessen einer Schwalbenschwanzführung

Donnerstag, 30. April 2009

Problemstellung: Wer eine Schwalbenschwanzführung fräst, steht vor dem Problem, dass die Führung nur sehr umständlich ausgemessen werden kann. Im Gegensatz zur Frästiefe, kann die Breite der Führung bloss an den Ecken gemessen werden. Das führt zu erheblichen Messfehlern.

Lösung: Abhilfe schaffen hier zwei geschliffene Wellen. Sie werden beidseitig in die Führung gelegt. Die Wellen müssen so gross sein, dass deren Mantelfläche die Ecken der Führungen überragen. Anschliessend kann die Breite gemessen werden.

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Wird das Mass vom Kamm auf die Nut übertragen, müssen nur noch die beiden Wellendurchmesser und die gewünschte Toleranz abgezählt werden.

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